Grossrätin Grünliberale Basel-Stadt

Schlagwort: Gesundheitsschutz

Hitzeschutz an Schulen muss wirken

Grosser Rat Basel-Stadt, Septembersession: Kommentar zur Antwort des Regierungsrats auf meine schriftliche Anfrage vom 2. Juli 2026: Hitzeschutz an Schulen, wie geht es jetzt weiter?

Wenn sich Schulzimmer im Sommer aufheizen, wird das Lernen schwierig und die Hitze belastet die Gesundheit von Kindern und Mitarbeitenden. Der Sommer 2026 hat gezeigt, wie dringend wirksamer Hitzeschutz an den Basler Schulen ist und nicht erst, wenn eine mittel- bis langfristige Strategie umgesetzt ist, sondern jetzt.
Bereits im März 2025 habe ich mit meinem Anzug Sofortmassnahmen gefordert. Mit meinem Budgetpostulat für den Sommer 2026 , das gegen den Wunsch der Regierung vom Parlament überwiesen wurde, wurden standortspezifische Lüftungskonzepte aufgegleist: Nachtauskühlung, wo möglich und ein Testlauf für das Frühlüften. Meine Motion vom März 2025 fordert darüber hinaus eine verbindliche, mittel- bis langfristige Hitzeschutzstrategie.
In meiner schriftlichen Anfrage wollte ich mit Blick auf den Sommer 2027 nun wissen: Was wurde kurzfristig umgesetzt? Und wie wird gewährleistet, dass Kinder und Schulpersonal an allen Schulen an heissen Tagen und Hitzewellen wirksam geschützt sind?

Hitzeschutz an Schulen: Jetzt handeln für den Sommer 2026

Grosser Rat Januarsession 2026: Das Parlament beschliesst das Budgetpostulat „Standortspezifische Lüftungskonzepte an Schulen zwecks Nachtauskühlung ab Sommer 2026“ mit 59 Ja gegen 33 Nein Stimmen und 1 Enthaltung an die Regierung zur Berichtserstattung zu überweisen.

Wer im Sommer ein Schulzimmer betritt, weiss: Hitze ist kein abstraktes Klimathema. Sie steht im Raum, sie bleibt in den Wänden, sie sitzt im Nacken der Kindern und dem Schulpersonal.

Wir sprechen auch nicht über ein theoretisches Zukunftsproblem, sondern über eine Realität, die längst im Schulalltag angekommen ist. Gemäss SECO ist eine Innentemperatur von 26 Grad erlaubt, Unterricht findet aber im Sommer bei Innentemperaturen im Klassenzimmer von weit über 30 Grad statt, oft über mehrere Tage, in Gebäuden, die nachts nicht auskühlen können. Die Folgen sind bekannt, wissenschaftlich belegt und von der Regierung anerkannt. Hitze macht müde, sie senkt die Konzentration, schränkt die kognitive Leistungsfähigkeit ein und beeinträchtigt Wahrnehmung und Lernfähigkeit. Sie belastet die Gesundheit der Schülerinnen und Schüler ebenso wie jene der Lehr- und Fachpersonen. Unterricht unter solchen Bedingungen ist weder pädagogisch sinnvoll noch gesundheitlich vertretbar. Neu ist diese Problematik nicht, aber sie spitzt sich weiter zu.

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