Grossrätin Grünliberale Basel-Stadt

Schlagwort: Digitale Medien

Eine smartphonefreie Schulkultur entsteht nicht von selbst

Als wir im Sommer 2024 die Petition «Für eine smartphonefreie Schulkultur» lancierten, konnten wir nicht wissen, wohin dieser Weg führen würde. Natürlich hofften wir, etwas zu bewegen. Dass daraus zwei Jahre später eine einheitliche Weisung des Erziehungsdepartements entstehen würde, war damals aber alles andere als selbstverständlich.

Heute freue ich mich über diesen Entscheid. Nicht nur, weil damit eine zentrale Forderung unserer Petition umgesetzt wurde. Sondern vor allem, weil die Petition eine breite Diskussion darüber ausgelöst hat, wie wir Schule im digitalen Zeitalter gestalten wollen. Die vergangenen Tage haben mir zudem einmal mehr gezeigt, wie wertvoll der Dialog ist. In zahlreichen Interviews und Gesprächen mit Lehrpersonen, Eltern, Journalistinnen und Journalisten sowie vielen weiteren Interessierten durfte ich erleben, wie differenziert über dieses Thema diskutiert wird. 

Schulische Digitalisierung: Ein Blick auf ihre Wirkung lohnt sich

Grosser Rat 11. März 2026, neue Vorstösse: Digitale Geräte gehören heute zum Schulmaterial wie Heft und Bleistift. Doch entscheidend ist nicht das Gerät, sondern seine Wirkung auf das Lernen und die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen.

Digitale Geräte gehören heute selbstverständlich zum Schulalltag. Wenn ich aber mit Lehrpersonen, Eltern und Jugendlichen spreche, merke ich schnell: Die Erfahrungen mit digitalen Instrumenten sind unterschiedlich. Viele sehen Chancen, andere stellen Fragen oder machen sich Sorgen. Beides ist verständlich. Die Schule befindet sich mitten in einer Entwicklung, die wir alle mitgestalten.

Zwischen Bildschirm und Buch – Chance oder Risiko für die Lesekompetenz?

Die jüngsten Ergebnisse der nationalen Überprüfung der Grundkompetenzen (ÜGK) 2023 zeigen, dass in Basel-Stadt lediglich 77 % der Schülerinnen und Schüler am Ende der obligatorischen Schulzeit die Grundkompetenzen im Deutsch Lesen erreichen, also 5 Prozentpunkte weniger als der Schweizer Durchschnitt von 82 %. Dieser signifikante Rückstand im Bereich der Lesekompetenz ist problematisch und bedarf Aufmerksamkeit.

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