Grosser Rat Januarsession 2026: Das Parlament beschliesst das Budgetpostulat „Standortspezifische Lüftungskonzepte an Schulen zwecks Nachtauskühlung ab Sommer 2026“ mit 59 Ja gegen 33 Nein Stimmen und 1 Enthaltung an die Regierung zur Berichtserstattung zu überweisen.
Wer im Sommer ein Schulzimmer betritt, weiss: Hitze ist kein abstraktes Klimathema. Sie steht im Raum, sie bleibt in den Wänden, sie sitzt im Nacken der Kindern und dem Schulpersonal.
Wir sprechen auch nicht über ein theoretisches Zukunftsproblem, sondern über eine Realität, die längst im Schulalltag angekommen ist. Gemäss SECO ist eine Innentemperatur von 26 Grad erlaubt, Unterricht findet aber im Sommer bei Innentemperaturen im Klassenzimmer von weit über 30 Grad statt, oft über mehrere Tage, in Gebäuden, die nachts nicht auskühlen können. Die Folgen sind bekannt, wissenschaftlich belegt und von der Regierung anerkannt. Hitze macht müde, sie senkt die Konzentration, schränkt die kognitive Leistungsfähigkeit ein und beeinträchtigt Wahrnehmung und Lernfähigkeit. Sie belastet die Gesundheit der Schülerinnen und Schüler ebenso wie jene der Lehr- und Fachpersonen. Unterricht unter solchen Bedingungen ist weder pädagogisch sinnvoll noch gesundheitlich vertretbar. Neu ist diese Problematik nicht, aber sie spitzt sich weiter zu.